Museum Penzberg - Sammlung Campendonk: Kunst, Konzert und Lesung am 15. Mai 2019, 19-21 Uhr

 

(Abendlicher Einlass ins Museum ab 18 Uhr) zur Sonderausstellung Stadt - Land - Werner Berg. Wahlheimat Expressionismus (16.3.- 23.6.2019)

Altbairische Musik, hochkarätige Texte und die beindruckende Kunst Werner Bergs aus Kärnten: Das ergibt am 15. Mai von 19 bis 21 Uhr einen perfekten Dreiklang. Zu Kunst, Konzert und Lesung lädt das Museum Penzberg - Sammlung Campendonk, zusammen mit folgenden Lokalgrößen ein: Die "Magistratsmusi" ist in Penzberg und Umland seit fast drei Jahrzehnten eine Instanz in Sachen echte Volksmusik. Penzbergs zweiter Bürgermeister und Kulturreferent Dr. Johannes Bauer ist für seine Vorträge ebenso bekannt. Ausgewählte Texte und Klänge werden die Themen der Ausstellung wie Heimat, Tradition und Veränderung erfahrbar machen. Der Eintritt in die Sonderausstellung "Stadt - Land - Werner Berg. Wahlheimat Expressionismus" sowie zum Konzert und zur Lesung beträgt 10 Euro, die Schau kann vor der Veranstaltung ab 18 Uhr und in der Pause besucht werden. Wer sich vorab ein Ticket reservieren will, wendet sich per Mail an museum@penzberg.de.

Die "Magistratsmusi" wird sich an diesem Abend "die Art von Musik spielen, die am meisten mit unserer Kultur zu tun hat." So definiert es Roman Reis (Klarinette), der zusammen mit Hans Auner (Tenorhorn / Bariton), Alois Deisenberger (Bass), Manfred Kreuzer (Flügelhorn) und Hermann Pöll (Akkordeon) vor 29 Jahren die Band aus der Taufe gehoben hat. "Bodenständige und unaufdringliche Musik sowie zwei bis drei schnelle Galopps" stehen an. Genau passend zu dem bäuerlichen Lebensstil, den Werner Berg in Kärnten pflegte. Auf die Kargheit und zugleich die Intensität, auf das künstlerische Selbstverständnis und die exzellente Vernetzung mit der internationalen Kunstwelt gehen dann die Texte ein. Bürgermeister Dr. Johannes Bauer hat zudem Stücke ausgewählt, die jeden mit ihren grundsätzlichen und aktuellen Themen betreffen.

Der Abend ist trotzdem eine echte Penzberger Angelegenheit. Die städtischen bzw. kommunalen Mitarbeiter der "Magistratsmusi" hatten ihren ersten Auftritt bei der 60. Geburtstagsfeier des damaligen Bürgermeisters Kurt Wessner. Dass sie erst jetzt ihr Debüt im Museum Penzberg gibt, hat mit der Ausstellung Werner Berg zu tun: Es geht jeweils um den "Lokalspirit", so Reis. Um echte Tradition und nicht "Tümelei". Genau dafür stehen auch die Stücke von Peter Moser und vor allem von Karl Edelmann, geboren 1962 in Tegernsee, studierter Orchestermusiker und ehemaliger Aufnahmeleiter in der Volksmusikabteilung des Bayerischen Rundfunks: Der Gründer eines eigenen Musikverlages lebt mittlerweile in der Nachbarschaft Penzbergs in Polling.

Bei der Lesung mit dem Bürgermeister Dr. Johannes Bauer kann man der Befindlichkeit und dem Umfeld Werner Bergs mit seinen Parallelen und Berührungspunkten zu Bayern nachspüren. Das ebenso zupackende wie packende Werk Werner Bergs (1904-1981) weist einerseits eine Nähe zu Klassikern der Moderne und zu den Brücke-Künstlern auf, andrerseits eine ganz eigenständige Entwicklung. Trotz seines Rückzugs nach Kärnten, ganz nah an die slowenische Grenze, verlor Berg jedoch nie den Anschluss an die kulturellen Netzwerke rund um Emil Nolde, Max Beckmann, Edvard Munch, Alfred Kubin und Oskar Kokoschka, Arnulf Rainer, Thomas Bernhard, Christine Lavant, Gabriele Münter, Erich Kuby und Wieland Schmied.

Audioguides zur Ausstellung sind über QR-Codes auf dem Handy gratis abrufbar.

Das komplette Begleitprogramm zur Ausstellung gibt es unter www.museum-penzberg.de .

Bildmaterial und Informationen zur Ausstellung finden Sie unter folgendem Downloadlink: https://www.kommsafe.de/#/public/sharesdownloads/BQh5CeEtVJDGSy913kovlfl9Hv58oODE

 

Das Museum Penzberg - Sammlung Campendonk

Neben Sonderausstellungen wird Heinrich Campendonk (1889-1957) stets in Penzberg präsent sein: Das Museum verfügt weltweit über die größte Sammlung des Jüngsten im Umfeld des Blauen Reiters. Mit 21 Jahren kam Campendonk 1911 auf Einladung von Franz Marc und Wassily Kandinsky aus dem Rheinland nach Oberbayern. Auf der Suche nach eigenen Motiven beeindruckte ihn die Bergwerksstadt Penzberg mit ihren besonderen Koloniehäusern und Bergwerksanlagen. Werke aus allen Schaffensphasen und in vielen Arbeitstechniken stehen dem Museum zur Verfügung. Permanent sind Ölgemälde und Hinterglasbilder ausgestellt. Im Dachgeschoß ist aktuell die Installation von Marina Herrmann "Colored City" (2017) zu sehen, welche die drei großen Campendonk-Themen Farbe, Licht, Transparenz zeitgenössisch variiert.

Daneben spielt die Stadtgeschichte immer eine Rolle im denkmalgeschützten Altbau des Museums und seinem innovativen Zwillingsbau aus dem Jahr 2016 - nicht zuletzt mit der original möblierten Bergarbeiterwohnung von 1920 sowie dem Gedenk- und Informationsraum zur "Penzberger Mordnacht" vom 28.4.1945.

Info und Öffnungszeiten:

Museum Penzberg - Sammlung Campendonk
Am Museum 1 (ehemalige Karlstraße 61)
82377 Penzberg
Tel: 08856.813-480

Mail: museum@penzberg.de

Internet: www.museum-penzberg.de

Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10 - 17 Uhr

Öffentliche Führungen: So 11 Uhr

Alle weiteren Vermittlungsangebote sowie Informationen zu Sonderveranstaltungen und Führungen auf der Homepage www.museum-penzberg.de

 

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Kontakt für Presse & weitere Informationen

Stadt Penzberg - Museen Penzberg

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Tel.: 08856.813-126

Mobil: 0179.5975779

freia.oliv@penzberg.de

Maria Hübschmann / Tanja Schmidt (Teamassistentinnen)

Tel.: 08856.813-128

maria.huebschmann@penzberg.de

tanja.schmidt@penzberg.de

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