RASENGLÜCK. Die Erfindung des Elfmeterschießens

 

Pünktlich zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga öffnet auch das Museum Penzberg wieder seine Türen für alle fußballbegeisterten Kunstfans! Die Ausstellung „Rasenglück. Die Erfindung des Elfmeterschießens“ spannt einen spekta-kulären Bogen von der Geschichte des Elfmeterschießens zu zeitgenössischen Künst-lern wie Andreas Gursky, Christoph Niemann, Günther Uecker und Regina Schmeken, die sich mit dem Phänomen Fußball in ihren Kunstwerken auseinandersetzen. Mit teils humorvollem Blick schauen die Künstler*innen auf den populären Sport - und entfalten hierbei ihre unverkennbare Bildsprache.
Ausstellungsbeginn ist unter erhöhten Schutz- und Hygienebedingungen der 19. Mai. Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie wird die Schau bis 04. Oktober 2020 verlängert.
Kuratiert wird die Ausstellung von zwei fußballbegeisterten Kunsthistorikerinnen.

50 Jahre Elfmeterschießen
„Ich kann das nicht mehr mit ansehen. Bitte, gucken Sie für mich weiter“, sagte der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt während der TV-Übertragung des Elfmeterschießens im WM-Halbfinale 1982, das Deutschland 8:7 gegen Frankreich gewann.
Jeder, der schon einmal ein Elfmeterschießen gesehen hat, weiß wovon Helmut Schmidt spricht. Dass dieser Krimi in der 120. Minute eines Turnierspiels in der oberbayerischen Bergarbeiterstadt Penzberg erfunden wurde, wissen jedoch die wenigsten.

Im Mai 1970 reichte der Penzberger Schiedsrichter Karl Wald (1916-2011) den sogenannten „Elfmeter-Antrag“ beim Bayerischen Fußball-Verband ein – bis dato entschied u.a. der Münzwurf über den Ausgang eines Fußballspiels. Bereits in der Saison 1970/71 führte man in Bayern das Elfmeterschießen als Spielentscheidung ein, mit etwas Verzögerung schlossen sich der Deutsche Fußballbund (DFB), UEFA und FIFA dem von Karl Wald entworfenen Regelwerk an. Ausgehend von der Persönlichkeit Karl Walds eröffnen sich in der Ausstellung verschiedene Aspekte zu den historischen Gegebenheiten, psychologischen Faktoren und aktuellen Debatten um faire Entscheidungen im Sport. Auf der unparteiischen Figur des Schiedsrichters liegt dabei ein besonderer Fokus. Kunstrasen, ein Kicker und ein Tor sorgen für Stadion-Atmosphäre im Museum. Zugleich feiert der 1. FC Penzberg, einer der traditionsreichsten Sportvereine der Stadt, sein 100-jähriges Bestehen. Der Geschichte und Bedeutung des Fußballs für die Bergarbeiterstadt Penzberg wird ein eigenes Ausstellungskapitel gewidmet.

Fußball in der Kunst
Einen anderen Blickwinkel auf die Fußballwelt eröffnen die Stadien-Fotografien des renom-mierten Fotografen Andreas Gursky. Die immense Kraft, die hinter einem Schuss steckt, vermittelt Christoph Niemann mit einem Augenzwinkern in dem Sunday Sketch „World Cup“, welcher in Niemanns Serie für das Magazin The New Yorker entstanden ist. Auch Künstler wie Günther Uecker und Greg Colson zeigen eine humorvolle Perspektive auf den populären Sport. Die großformatigen Fotoarbeiten von Regina Schmeken entstanden bei einem künst-lerischen Projekt mit der deutschen Fußballnationalmannschaft. In den Schwarzweiß-Kompositionen der Fotografin zeigt sich ihr Interesse an Bewegungsabläufen und Choreographie auf eindrucksvolle Weise. Über zwei Stockwerke entspinnt sich ein ganzer künstlerischer Fußball-Kosmos.
Die Ausstellung ist kuratiert von Diana Oesterle (Museumsleiterin) und Anne Götzelmann (wiss. Mitarbeiterin).

Kostenlose Kinderrallye
Ein Entdeckerbogen für Kinder ab 6 Jahren liegt kostenlos an der Kasse aus.
Begleitprogramm Ein Begleitprogramm findet im Rahmen der Möglichkeiten statt. Termine werden situations-bedingt auf der Website veröffentlicht. In unsere Planungen beziehen wir die Entwicklungen und Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ein.

Dank an die Leihgeber

Ein besonderer Dank gilt den Leihgebern der Ausstellung für die Unterstützung durch die großzügige Verlängerung der Leihfristen. Nur dadurch ist es uns möglich unseren Besucher*innen diese spektakuläre Verbindung von Kunst und Fußball eröffnen zu können.

Info und Öffnungszeiten:
Museum Penzberg — Sammlung Campendonk
Am Museum 1
82377 Penzberg
Tel.: +49 (0)8856.813-480
Mail: museum@penzberg.de
Internet: www.museum-penzberg.de

Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10 - 17 Uhr

Alle weiteren Vermittlungsangebote sowie Informationen zu Sonderveranstaltungen
und Führungen auf der Homepage www.museum-penzberg.de.

Kontakt für Presse & weitere Informationen

Stadt Penzberg - Museen Penzberg

Diana Oesterle (Museumsleiterin)
Tel.: 08856.813-125
diana.oesterle@penzberg.de
 
Anne Götzelmann (wissenschaftl. Mitarbeiterin)
Tel.: 08856.813-127
anne.goetzelmann@penzberg.de

Maria Hübschmann / Tanja Schmidt (Teamassistentinnen)
Tel.: 08856.813-128
museum@penzberg.de

Die Stadt Penzberg ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Sie wird vertreten durch den Ersten Bürgermeister Stefan Korpan.


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