Stadt Penzberg in Oberbayern

Gemeinsam in Penzberg ein Zeichen setzen: Respekt! Kein Platz für Rassismus

 

(1. Reihe v.r.n.l.) John-Christian Eilert, Dr. Kerstin Engel (beide Bündnis 90/Die Grünen), Erster Bürgermeister Stefan Korpan (CSU), Markus Bocksberger (Penzberg Miteinander) Maria Probst (CSU) (2. Reihe: v.l.n.r.) Jack Eberl (Freie Lokalpolitik Penzberg), Bayram Yerli (SPD) und Rüdiger Kammel (Bürger für Penzberg) bei der Präsentation des Schildes RESPEKT – Kein Platz für Rassismus – vor dem Haupteingang des Rathauses Penzberg.

In Penzberg leben Menschen mit vielfältigen biografischen, kulturellen und religiösen Hintergründen zusammen. Penzberg ist seit Anbeginn eine Stadt der bunten Vielfalt, die täglich beweist: Ein respektvolles und wertschätzendes Miteinander ist möglich.  Allerdings nimmt rechtes Gedankengut weiterhin zu. Es soll deshalb ein klares Zeichen gesetzt werden, dass in Penzberg kein Platz für Rassismus ist.
 

Auf Antrag der Stadtratsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen beschloss der Ausschuss für Verwaltungs-, Finanz- und Sozialangelegenheiten Ende letzten Jahres einstimmig, sich an der Initiative - Respekt! Kein Platz für Rassismus - zu beteiligen. 
Bündnis 90 / Die Grünen begründete den Antrag mit der erfolgreichen Integrationsarbeit und dem guten Miteinander in Penzberg als bunte Stadt, die es zu erhalten gilt. 

Respekt! Kein Platz für Rassismus ist eine 2006 gegründete Initiative mit Sitz in Frankfurt am Main, die sich gegen Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz richtet. Sie wirbt für ein respektvolles Verhalten gegenüber anderen, für Toleranz, Anerkennung und Wertschätzung. Die Initiative wird getragen von der gemeinnützigen Respekt! Kein Platz für Rassismus GmbH und steht unter der Schirmherrschaft von Bertin Eichler (ehemaliges geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall) und Sandra Minnert (ehemalige Fußballnationalspielerin, DFB-Pokalsiegerin, Deutsche Meisterin, Europa- und Weltmeisterin). Die Kampagne wird von Compact und der IG Metall unterstützt.  

Rathaus-Chef Korpan (CSU) betont, dass die gesamte Stadtgesellschaft Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben in unserer Stadt trägt.
Dieses Statement ist nicht zuletzt wegen der aktuellen Ereignisse, sehr wichtig auch nach außen hin ein sichtbares Zeichen gegen Rassismus an einem öffentlichen Amtsgebäude wie das Rathaus zu setzen. Dies schaffe einen hohen Grad an Sensibilisierung für dieses bedeutende Thema. 

Die Fraktionen im Penzberger Stadtrat nehmen wie folgt Stellung:

Bündnis 90/Die Grünen (Antragsteller)
"Wir freuen uns, dass unser Antrag im Stadtrat so positiv aufgenommen wurde und wir mit diesem Schild ein klares Signal setzen, dass Rassismus in unserer Stadt keinen Platz hat. Wir sind stolz auf die Vielfalt und das gute Miteinander in Penzberg. Dieses zu erhalten und zu fördern ist eine permanente Aufgabe, die wir nicht vernachlässigen dürfen."

SPD
Die SPD Fraktion begrüßt und unterstützt ausdrücklich den Antrag von Bündnis 90/Die Grünen ein sichtbares Zeichen von „Respekt“ am Rathaus zu setzen.
Ein einziges Wort mit tiefgreifender Bedeutung: Respekt ist die Grundlage des friedlichen Zusammenlebens, der auch Raum lässt für Gegensätzliches.

Dem Gegenüber Respekt zu zeugen ist eine Wertschätzung, ohne in jedem Fall die Meinung und Haltung des Anderen anzunehmen.
Es darf sich auch nicht nur damit begnügen, anderen Menschen, Kulturen, Lebensweisen und Weltanschauungen mit Respekt zu entgegnen, ja es muss auch alles was unser Leben ausmacht miteinschließen. Nur so können wir eine Welt schaffen in dem jeder in Würde leben kann.
In Respekt - SPD Fraktion Penzberg

Penzberg Miteinander (PM)
Seit 65 Jahren gibt es am 21. März den „Internationalen Tag gegen Rassismus“. Er erinnert an eine Demonstration gegen die Apartheid in Südafrika, bei der Schwarze mit Maschinenpistolen niedergemäht wurden. Seit 42 Jahren gibt es rund um diesen Tag die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“. Weltweit werden in der zweiten Märzhälfte Veranstaltungen gegen Benachteiligung, Diskriminierung und Ausgrenzung durchgeführt.

Seit 15 Jahren gibt es die Schilderaktion „Respekt! Kein Platz für Rassismus“.
Sie erinnert an den nigerianischen Fußballspieler Ogungbure, der auf den Plätzen seiner deutschen Vereine regelmäßig beleidigt wurde. 30.000 Schilder gibt es schon an Eingängen von Fußballstadien, Banken und Rathäusern. Damit ist ein Bekenntnis ausgesprochen gegen Rassismus wie auch Islamfeindlichkeit, Antisemitismus und Rechtsextremismus.

Die wichtige Botschaft aber steht am Beginn: „Respekt, Ausrufezeichen“.
Zu verurteilen, dass Menschen wegen Hautfarbe, Herkunft, Glaube, Kultur oder Geschlecht abgelehnt werden, reicht leider nicht aus. Respekt kommt von respicere, lat. zurückschauen, Rücksicht nehmen, Achtung zeigen.

Wir unterstützen das Bekenntnis unserer Stadt, für ein aktives Handeln einzutreten, zu werben für Achtsamkeit, Solidarität, Zivilcourage.

Bürger für Penzberg (BfP)
Gemeinsam für die Gleichwertigkeit aller Menschen. Rassismus nicht unkommentiert lassen bedeutet, gemeinsam unsere demokratische Gesellschaft und die Gleichwertigkeit aller Menschen zu verteidigen.
Mit der Anbringung des Schildes "Respekt-kein Platz für Rassismus" an der Hausfassade am Rathaus-Haupteingang positionieren wir uns deutlich und setzen ein leider auch "notwendiges" Zeichen.

Freie Lokalpolitik Penzberg (FLP):
„Nachdem rassistische Ideen und Gedanken wieder verstärkt den Weg in die Mitte unserer Gesellschaft finden, müssen wir uns dies bewusstmachen und uns immer wieder damit auseinandersetzen. Wir leben und arbeiten in einer bunten und vielfältigen Welt und diese Welt möchten wir erhalten. Solange wir uns nicht dagegenstellen, werden rassistische Angriffe und diskriminierende Bemerkungen immer existent bleiben. Daher haben Rassismus und jede andere Form von Diskriminierung in unserer Stadt keinen Platz.“
 

Kontakt für weitere Informationen
Stadt Penzberg
Kommunikation . Kultur . Wirtschaft
Iris Futterknecht
Tel.: 08856.813-510
iris.futterknecht@penzberg.de  
www.penzberg.de
 
Die Stadt Penzberg ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Sie wird vertreten durch den Ersten Bürgermeister Stefan Korpan.

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