Josef-Boos-Sporthalle: Eröffnung verzögert sich wegen angespannter Lage im Baugewerbe

Der Hallenboden ist fertig gestellt, auch die Linien (hier ein Foto von den letzten Lackierarbeiten) sind inzwischen aufgetragen. Foto: rma/Stadt Penzberg

Kaum ein Gewerbe obliegt derzeit solch großen Unwägbarkeiten wie das Baugewerbe: Fachkräftemangel, Lieferkettenverzug, übervolle Auftragsbücher – dazu kam dann auch noch der Ausfall einiger Handwerker wegen Corona. Die Rahmenbedingungen zur reibungsfreien Taktung eines Bauprojektes sind also sehr schwierig. So auch bei der Josef-Boos-Halle. Eigentlich wollte die Stadt Penzberg diese dann generalsanierte Sporthalle nach den Herbstferien eröffnen. Daraus wird nun nichts.

Insbesondere im Bereich „Bodenleger-Arbeiten“ kam es zu erheblichen Ausfällen und Verzögerungen. Das Problem: dadurch geraten auch sich gegenseitig bedingende Gewerke in Verzug. Viele Fachfirmen aber haben teilweise schon wieder andere Baustellen, die sie fristgerecht abarbeiten müssen. In der Konsequenz kam es nun nicht nur zu einer weiteren Verschiebung der Inbetriebnahme, sondern auch zu einer Umterminierung des Einbaus der Kegelbahnen und der Schießanlagen der Schützen.

Bodenleger-Arbeiten zu Herbstferien / Folgegewerke starten auch wieder

Die Koordination all dieser Puzzleteile der unterschiedlichen Gewerke dieser Großbaustelle fordert die Bauverwaltung täglich aufs Neue. Rodja Maier, der Leiter des Sachgebiets Hochbau im Rathaus, arbeitet mit Hochdruck daran, Lösungen zu finden, dass die Restarbeiten nun möglichst lückenlos laufen und die Abschnitte zügig fertig gestellt werden können. Und das mit Erfolg: Zu den Herbstferien wird es nun bei den Bodenleger-Arbeiten weitergehen, darauf aufbauend können dann Türzargen montiert werden und die Kegelbahn-Fachfirma wieder anrücken. Die Bahnen dürften dann nach knapp drei Wochen Montage eingebaut sein.

Kleines (Bau)Teil, große Wirkung: Verzögerungen auf wegen Lieferengpässen

Ein weiteres Beispiel gibt Einblick in die komplexe Verzahnung der einzelnen Bau-Vorgänge: Ein kleines Bauteil für die Sicherheitsbeleuchtung war einfach nicht lieferbar. Ohne die kann eine Halle aber nun mal nicht in Betrieb gehen. Inzwischen ist das Teil eingetroffen und die weitere Installation der Elektro-Technik kann in diesem Bereich vorangehen.

Hallenboden und Tartanbahn: Großteil der Halle ist fertig

Vorrangig gilt es nun vor allem noch Bodenbelag in die Flure der Halle zu legen, damit möglichst bald der Schulsport beginnen kann. „Das hat oberste Priorität“, betonen Maier und Stadtbaumeister Justus Klement. Immerhin: Die Restarbeiten in der eigentlichen Sporthalle befinden sich im Finale, die meisten Einrichtungen sind fertig: So ist der dunkle Sportboden inzwischen verlegt, die Linien für die unterschiedlichen Sportarten sind lackiert, Trennnetze hängen, die Trennwände für die Hallendrittel sind eingebaut, zudem sind Prallwände angebracht und Sportgeräte wie Tore und Basketballkörbe teils schon geliefert oder auch montiert. Ein Blick in die Josef-Boos-Halle macht klar: Die Penzberger Sportler, sei es im Schul- oder Vereinssport, können sich schon einmal auf eine komplett neu eingerichtete Halle in modernem Design freuen.

Laut Rodja Maier sind auch die wichtigsten Außenanlagen beinahe fertig gestellt: Parkplätze sind gepflastert, Wege angelegt und seit heute auch die Tartanbahn entlang der Winterstraße aufgetragen. Wann genau die Halle wirklich komplett fertig gestellt ist, ist schwer zu sagen, weil eben viele kleine Zahnräder der Baustelle den Baufortschritt beeinflussen können, auf die die Planer und Projektverantwortlichen selbst keinen direkten Einfluss haben. Das Ziel steht aber fest: Der Schulsport soll nach den Weihnachtsferien anlaufen, so die Prognose der Bauverwaltung.

Sportvereine sollen Halle schnellstmöglich nutzen können

„Auch die Vereine sollen damit schnellstmöglich wieder Zutritt zu denen so schmerzlich vermissten Sporthallenflächen erhalten“, wie Josef Siegert, Sachgebietsleiter für Sport- und Freizeitstätten, erklärt. Auch für den Kegel- sowie den Schützenverein stünde die Rückkehr in ihre ehemalige Wirkungsstätte kurz bevor. Beide Vereine mussten in der Zeit der Sanierung in umliegende Trainingsstätten umquartiert werden. Siegert zufolge würden beide Vereine bald in „topp sanierte“ Räumlichkeiten einziehen können.

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