Leader-Förderbescheid für Seniorentreff 39.275,57 Euro für das Gemeinschaftsprojekt von Stadt Penzberg und Caritas

Bildunterschrift: Bürgermeister Stefan Korpan (2.v.l.) nahm im Beisein von (weiter v.l.) Kirsten Hosse (Lokale Aktionsgruppe „LAG“ Auerbergland-Pfaffenwinkel e.V.), Caritas-Geschäftsführer Thomas Koterba, Markus Bauer (Amt für Landwirtschaft Kempten), Siegfried Höfler (Vorsitzender Seniorenbeirat), Margareta Drexel (Pfarrei Christkönig), Herbert Preuß sowie Ingrid Hauptmann (beide Seniorenbeirat) den LEADER-Förderbescheid in Höhe von 39.275,57 Euro entgegen. Foto: Stadt Penzberg

Nun ist es amtlich: Markus Baur von der LEADER-Bewilligungsstelle in Kempten hat am Mittwochvormittag (9. November 20222) die Förderurkunde für den neuen Seniorentreff an Bürgermeister Stefan Korpan überreicht. Damit ist nun die letzte formelle Hürde genommen, den Treffpunkt für Penzbergs Senioren in Betrieb zu nehmen. Das könnte mit etwas Glück bereits Anfang Januar der Fall sein.

Was lange währt, wird endlich gut: Seit vier Jahren wird versucht, einen Seniorentreff in Penzberg einzurichten. Maßgeblicher Motor für dieses Vorhaben war der Seniorenbeirat. Das Gremium „bohrte“ immer wieder nach und sorgte mit viel Engagement und Recherchefreude dafür, dass das Projekt seitens der Stadtverwaltung weiter angeschoben wurde. Dort fand sich nach unterschiedlichen Überlegungen zu einer Trägerschaft mit der Caritas ein geeigneter Kooperationspartner – und nach langer Suche auch geeignete Räume. Denn die Pfarrei Christkönig bot der Stadt für den Seniorentreff Räumlichkeiten in direkter Nachbarschaft zum Pfarrzentrum an, wo zuvor die Tagesstätte Oase untergebracht war. 

Leader-LAG-Gruppe erkennt passgenaues Förderprojekt

Die Projektbeteiligten hatten sodann die Idee, den Seniorentreff über EU-Mittel aus dem Fördertopf LEADER bezuschussen zu lassen. Der Antrag hatte Erfolg. Kirsten Hosse von der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Auerbergland-Pfaffenwinkel e.V., der zentralen Koordinationsstelle für Maßnahmen der ländlichen Entwicklung in der Region, lobte vor allem das zügige Bewilligungsverfahren. „Noch nicht mal nach einem Jahr seit Kontaktaufnahme wird heute der Bewilligungsbescheid übergeben – das ist ein sehr guter Schnitt“, so die Koordinatorin. Nachdem Caritas-Geschäftsführer Thomas Koterba das Projekt vorgestellt hatte, sei für die LAG-Gruppe schnell klar gewesen, dass es ein sehr passgenaues Projekt für die LEADER-Förderung sei, erklärte Hosse beim Übergabetermin im Rathaus Penzberg. So würden insbesondere die Ziele zu den LAG-Entwicklungsstrategien „Gestaltung eines lebensnahen Umfeldes“ sowie die „Revitalisierung von Orten“ voll erfüllt. Im Mai schon hätte man dann den LEADER-Antrag eingereicht. 

Seniorentreff Penzberg ist passgenau für die EU-Förderung

Die Förderurkunde brachte nun Markus Bauer vom Amt für Landwirtschaft Kempten, wo die zuständige LEADER-Bewilligungsstelle ansässig ist, nach Penzberg. LEADER-Förderungen würden vorrangig bei Projekten rund um die Themen „Soziales und demographischer Wandel“ aber auch „Lebensqualität und Grundversorgung“ ausbezahlt. „Und da ist der Seniorentreff sehr passgenau“, fügte er an. Das Penzberger Projekt rutschte gerade noch in die nun auslaufende, siebenjährige Förderperiode.

103.000 Euro Investitionssumme für das Seniorentreff

103.000 Euro werden in den Treffpunkt an der Christkönigkirche investiert. Von den Netto-Kosten werden nun 50 Prozent bezuschusst. Baur vermeldete: „39.275,57 Euro werden für den Seniorentreff in Penzberg ausbezahlt.“ Hier vor allem die anzuschaffende Erstausstattung für Mobiliar, zudem Personalkosten. Die Anlaufstelle soll künftig von einem/einer Sozialpädagogen(in) geführt werden. Die Kosten über
die Förderung hinaus tragen Caritas und die Stadt. Letztere mietet
auch die Räumlichkeiten an. Und nach Ablauf der Förderzeit von 27
Monaten finanzieren Caritas und Stadt gemeinsam das Projekt weiter. Es solle auf jeden Fall auf Nachhaltigkeit ausgelegt sein, betonten Caritas-Geschäftsführer Koterba und Bürgermeister Stefan Korpan unisono. Korpan begrüßte, dass in dem Treff auch andere Beratungsstellen ein Domizil finden können. Der Pflegestützpunkt des Landkreises etwa oder auch die Schuldnerberatung, „die ab nächster Woche in dem Treff Termine anbieten will“. 

Ausschreibung für Fachkraft läuft bereits

Die Ausschreibung für die Fachkraft zur Leitung des Treffs läuft inzwischen. Koterba zeigte sich zuversichtlich, eventuell schon Anfang Januar mit der dann auserwählten Leitung an den Start gehen zu können. Der Treff selbst wird bereits im Dezember 2022 technisch fertig gestellt: Zwei Büroräume sowie ein großer Gruppenraum für Aktionen und Veranstaltungen.

Vielfältige Angebote: Spielegruppen und Formularhilfe

Auf diese freuen sich vor allem die Mitglieder des Seniorenbeirats. Dessen Vorsitzender Siegfried Höfler zeigte sich in Begleitung seiner Stellvertreterin Ingrid Hauptmann und Projektgruppen-Sprecher Herbert Preuß sehr erleichtert, dass nun endlich die formelle Bewilligung zu den ersehnten Zuschüssen für den Treffpunkt eingetroffen ist.  
Das Motto sei immer gewesen „gemeinsam statt einsam“, hob Höfler hervor. Und zu diesem Gemeinschaftsgefühl könnten nun eine ganze Reihe an Veranstaltungen oder Gruppen beitragen: Spielegruppen, Singkreis oder eine Formularhilfe etwa. Das könne jetzt endlich wachsen. Vorbild für Penzberg könnten etwa die Seniorentreffs in Starnberg, Murnau oder Bad Tölz sein, schwärmte Herbert Preuß. Der Sprecher der Seniorenbeirats-Projektgruppe lobte die dortige Angebotsvielfalt, die er sich auch in Zukunft für Penzberg wünscht. Und Beirats-Stellvertreterin Ingrid Hauptmann zeigte sich überzeugt, dass die hauptamtliche Seniorentreff-Leitung sicher auch von einer motivierten Gruppe an Ehrenamtlichen unterstützt wird. „Denn wir haben noch viele junge Senioren in der Stadt.“ 

Kontakt für weitere Informationen
Stadt Penzberg
Kommunikation . Kultur . Wirtschaft
Thomas Sendl  
Tel.: 08856.813-500
thomas.sendl@penzberg.de   
www.penzberg.de

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