PM 01|2026 Annette Vogel verlässt Museum Penzberg - Sammlung Campendonk

Annette Vogel verlässt das Museum Penzberg - Sammlung Campendonk. Foto: Thilo Haerdtlein

Annette Vogel beendet im März 2026 ihre Tätigkeit als Leiterin des Museums Penzberg – Sammlung Campendonk. Die Kunsthistorikerin war seit 2022 für die künstlerische und organisatorische Ausrichtung des Hauses verantwortlich und hat in dieser Zeit maßgebliche Impulse für dessen Weiterentwicklung gesetzt.

Unter Vogels Leitung zeigte das Museum Ausstellungen mit international etablierten Positionen. Sie realisierte überregional beachtete Ausstellungen, darunter Präsentationen zu Alberto Giacometti, zur Malerei der Jahrtausendwende mit namhaften Künstlern von Phillip Guston bis Daniel Richter und Jonathan Meese sowie Ausstellungen zur kalifornischen Künstlerin Corita Kent und dem New Yorker Maler Austin Eddy im Kontext des Blauen Reiter. Ihr Ausstellungsprogramm zielte darauf ab, transatlantische Tendenzen der Gegenwartskunst in Relation zum deutschen Expressionismus zu zeigen und dessen kunsthistorische Relevanz aus verschiedenen Perspektiven neu zu beleuchten. Diese kuratorische Linie weitete die überregionale Wahrnehmung des Hauses. 

Annette Vogel erweiterte die Sammlung Campendonk mit bedeutenden Leihgaben aus großen Häusern, um den Blick auf sein Oeuvre zu schärfen. Zudem gelang die langfristige Sicherung eines wichtigen Campendonk-Konvoluts durch die Ernst von Siemens Kunststiftung. Mit dem eingeführten Format „Fokus Campendonk“ rückte Vogel kunsthistorische Fragestellungen in den Mittelpunkt. Die aktuelle Ausgabe widmet sich Campendonks Umgang mit christlicher Ikonographie und seinen Glasfensterentwürfen, einige Werke aus dem Museumsbestand sind dabei erstmals zu sehen. Gemeinsam mit dem Engagement der ehemaligen Museumsleiterin Gisela Geiger konnte am Museum eine Anlaufstelle für Forschungsfragen zu Heinrich Campendonk etabliert werden.

Annette Vogel betrachtete die Zwillingsbau, der im Neubau die Kunstsammlung zu Campendonk als auch im Altbau die Stadtgeschichte, den Gedenkraum zur Penzberger Mordnacht sowie die Bergwerkstradition miteinschließt, als lebendiges Mehrspartenhaus. 

Die verbindende Architektur zusammen mit der persönlichen Atmosphäre des Museums und dem engagierten Umkreis und Team empfand Vogel als außergewöhnlich. Die Verbindung zu den InitiatorInnen des Museums, um Campendonks Werk der Öffentlichkeit weiter näher zu bringen, sowie der Zuspruch der Museumsgäste waren ihr - eigenen Angaben zufolge - eine Quelle der Motivation. 

Einen Schwerpunkt setzte Vogel auch bei der Kunstvermittlung: Durch kostenfreie Schulführungen des Freundeskreises Heinrich Campendonk konnten über 2.300 Schülerinnen und Schüler Museumserfahrungen zur Stadt- und Kunstgeschichte sammeln.

Die Stadt Penzberg dankt Annette Vogel für Ihr Engagement, die programmatische Weiterentwicklung und Schärfung des Profils sowie die Impulse, mit denen sie das Werk Heinrich Campendonks in neue kunsthistorische und zeitgenössische Kontexte stellte. Die Verbindung von regionalen Bezügen, klassischer Moderne und aktuellen Positionen gab dem Programm eine zugleich individuelle und überregional anschlussfähige Ausrichtung. 

Nach anstehenden Sanierungen im Altbau wird das Museum seine Wechselausstellungen mit regionalen Schwerpunkten fortsetzen, dazu gehört ein Ausstellungsprojekt zum 60. Jahrestag der Bergwerkschließung im Jahr 2026.

Annette Vogel verlässt das Museum auf eigenen Wunsch im März 2026. Sie hinterlässt ein professionell aufgestelltes Haus und freut sich auf neue kreative Aufgaben im In- und Ausland.

Zitat Annette Vogel:
„Das Museum Penzberg – Sammlung Campendonk ist ein besonderer Ort, an dem künstlerische und historische Perspektiven eng miteinander verbunden sind. Die Möglichkeit, internationale Positionen mit der Campendonk-Sammlung und dem deutschen Expressionismus in Beziehung zu setzen, war eine anspruchsvolle und bereichernde Aufgabe. Ich danke für das Vertrauen der Stadt, der Leihgeber und Förderer sowie dem außergewöhnlich engagierten Team, das dem Museum eine besonders einladende Note verleiht."

 

Kontakt für weitere Informationen

Stadt Penzberg 
Kommunikation, Kultur, Veranstaltungswesen
Thomas Kapfer-Arrington
+49 8856.813-130
thomas.kapfer@penzberg.de | www.penzberg.de 

Die Stadt Penzberg ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Sie wird vertreten durch den Ersten Bürgermeister Stefan Korpan.

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